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Vanuatu – Logbuch

Logbuch Vanuatu-Expedition

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Die Fotos auf dieser Seite stammen von Chr. Beier und Ph. Brandl.
Karten: Google Earth

Time to say good bye

Zum guten Schluss sind wir in Nouméa (Neukaledonien) angekommen. Die Container sind bereits von Bord und auf ihrem Weg nach Deutschland bzw. Mauritius.

25.07.2013 Abschiedsfoto

Das waren die wissenschaftliche Mannschaft und die Tauchroboter-Zauberer der Ausfahrt SO-229:

25.07.2013 Mission accomplished!

Zum Ende der Expedition: bleiern ruhiges Meer. Das wäre ideal gewesen, um noch mehr Tauchfahrten zu ermöglichen.
Dennoch, es wurden jede Menge äusserst spannender Proben gewonnen, die inzwischen fast alle in den Containern verpackt sind. Einige Inseln von Neukaledonien sind bereits in Sicht und die ROV-Leute machen ihre Container fertig um sie in Nouméa von Bord zu bringen.

24.07.2013 Wer den Wal hat …

Was für ein Ende der Expedition! Letzter TV-Greifer-Einsatz während wir schon die Container bepacken. Ein kleiner Wal taucht neben dem Schiff auf und es gefällt ihm eine Weile bei uns. Etwas später kamen wir sehr nahe an den aktiven Vulkan Yasur auf Tanna heran. Gerade, als ich (ChB) diese Sätze schreibe, schaue ich genau auf ihn. Was für ein Anblick! Hammer! Ansonsten laufen die Vorbereitungen auf die verdiente abschliessende Grill-Nacht und wi freuen uns auf einen ruhigen Abend zusammen.

23.07.2013 Aktuelle Position

Probennahme und Bearbeitung

Hundertprozentig erstaunlicher Tag bei Nifonea! Schwarze Raucher mit Temperaturen bis zu 360° C! Kochend!
Fabian Kemmner sägt Stücke für Dünnschliffe und Geochemie aus den grossen Proben.
Was im TV noch handlich aussieht, ist auf Deck dann ganz schön gross. Und, ein herrliches Pillow mit glasigem Rand.

20.07.2013: No smoking

Wassertiefe: 1800m
Sensationeller Fund: ein aktiver schwarzer Raucher!

19.07.2013 Here comes the sun …

Deutlich besseres Wetter heute. Keine Gischt, nur sanfte und deutlich geringere Dünung. Das hat uns spontan entschließen lassen, nach Nifoena zurück zu kehren und in dem gerade von uns entdeckten spektakulären  Hydrothermalfeld tauchen zu tauchen. Strahlende Gesichter an Bord, als sogar die Sonne mal einen etwas längeren Auftritt hat.

18.07.2013 It’s rainin’ – man

Der Wind läßt hoffentlich nach bis morgen früh, dafür verstärkt sich der Regen. Trotzdem wird es wegen der Dünung keine ROV-Tauchgänge geben können. Plan B ist, für Samstag und Sonntag zurück nach Nifonea zu shippern und das dortige Hydrothermalfeld zu beproben. Momentan erledigen der WAX-Corer und der TV-Greifer ihren Job ganz gut. Hier, im zentralen Vate Trog.

17.07.2013 Hooray and up she rises …

Any questions on weather? 7Bft, 4-5 Meter swell making life not that easy and straightforward. Walking becomes sort of an issue on board!

SO229 – zweiter Wochenbericht, 9.7. bis 15.7.2013

Am 9.7. wurden die Arbeiten in der etwa 9 km großen Epi Caldera fortgesetzt und bei einem weiteren Tauchgang des Kiel6000 ROVs wurden Zeugnisse der jungen Aktivität am Fuß und am Hang des Cioan (Epi B) Vulkankegels in Form von ausgedehnten Bimsfeldern und vulkanischen Bomben beobachtet und beprobt. Einige sehr frische Gesteinsproben sind möglicherweise bei der Eruption 2004 entstanden. Bei der Fortsetzung des Tauchgangs wurden dann hydrothermale Quellen am Meeresboden in etwa 320 m Wassertiefe gefunden, die von weißen Bakterienmatten sowie seltener von Ansammlungen von Muscheln und Schnecken umgeben sind. Eine Temperaturmessung ergab etwa 20°C für die austretenden Lösungen, d.h. etwa 6°C wärmer als das umgebende Meerwasser. Weiterhin wurden unzählige kleine Schlote und mächtigere Ablagerungen aus Eisenoxiden und -hydroxiden an diesem Hydrothermalfeld beobachtet und beprobt. Interessanterweise scheint die hydrothermale Aktivität eher an tektonische als an vulkanische Strukturen in der Caldera gebunden zu sein. Im Zuge von drei Tauchgängen sowie einer Vielzahl von TV Greifer- und Vulkanitsstoßrohreinsätzen in der Epi Caldera wurden fast alle jungen Vulkankegel in der Caldera beprobt, wobei meist rhyolitischer bis dazitischer Bims aber auch andesitische oder basaltische Lava geborgen wurde. Insgesamt soll mit Hilfe dieser Proben und der bathymetrischen Karte die magmatische Geschichte der Epi Caldera untersucht werden.
Die Arbeiten in der Epi Caldera wurden beendet und da die Wetterkarte zeigte, dass am 12.7. gute Bedingungen im Gebiet von Nifonea herrschen sollten, dampfte FS Sonne nach Süden. Am Morgen des 12.7. tauchte das ROV Kiel6000 über dem Hydrothermalfeld des Nifonea Vulkans im Vate Trough. Bei diesem Tauchgang wurden junge Laven beprobt und schließlich ein mehrere hundert Meter umfassendes Gebiet mit hydrothermaler Aktivität und dichter Besiedlung mit Bathymodiolus sp., Ventkrabben und -krebsen sowie Schnecken, Röhrenwürmern und Entenmuscheln gefunden. Zwischen jungen Lavabrocken treten hier verbreitet heiße Lösungen aus, die die Lebensgrundlage für die üppige Ventfauna darstellen. Höhepunkt des Tauchgangs war der Fund mehrerer Schwarzer Raucher, von denen an einem mit einer Höhe von ca. zwei Metern sowohl Fluidproben mit dem KIPS als auch Sulfidproben genommen wurden. An Bord zeigte sich, dass der Raucher hauptsächlich aus Pyrit, Chalkopyrit, Sphalerit und Anhydrit aufgebaut ist. Auch die Ventfauna wurde beprobt und alle an Bord waren begeistert von den Aufnahmen, die deutlich mehr hydrothermale Aktivität als zuvor angenommen zeigte. Leider ließ der auffrischende Wind keine weiteren ROV- Einsätze mehr zu und stattdessen wurden der Nifonea Vulkan mit dem TV Greifer und dem Vulkanitstoßrohr systematisch beprobt sowie der hydrothermale Plume mit der CTD
untersucht. Am Nachmittag des 13.7. fuhr FS Sonne dann in das Arbeitsgebiet bei der Insel Futuna, weil im Schutze der Insel weitere Tauchgänge durchgeführt werden konnten. Zwei Einsätze des ROVs Kiel6000 erbrachten über 30 Gesteinsproben aus Wassertiefen zwischen 3200 und 1020 Metern an der östlichen Riftflanke des Futuna Troughs und anhand dieser Proben sollen Aussagen über die Bildung und Entwicklung des Vanuatu Inselbogens gemacht werden. In der Nacht wurden außerdem jüngere Vulkane im Futuna Trough sowie am NW Ende dieses Backarc Rifts mit dem TV Greifer und dem Vulkanitstoßrohr beprobt. Trotz der anfänglichen Schwierigkeiten und des Verlusts von fünf Arbeitstagen im Hafen von Townsville wurden in den ersten zwei Wochen schon viele hervorragende Proben genommen und das Gelingen des Projekts SO229 sichergestellt. Zum Ende der Woche soll sich das Wetter deutlich bessern und alle warten gespannt auf die Möglichkeit, erneut bei Nifonea zu tauchen.
Auf See, Karsten Haase, Fahrtleiter

16.7.2013 In die Karten geschaut

Sonne kartiert den Nördlichen Futuna Trog. Die Wetterbedingungen sind mittelprächtig, das Schiff ist hart am Rollen und das Sitzen auf Deck ist bisweilen ein schwieriges Unterfangen. Es sind zwei TV-Kastengreifer-Fahrten für heute nacht geplant, aber es ist unklar, ob wir den Greifer zu Wasser lassen können.
Weiterer Plan: Abdampfen gen Nördliches Erromango Becken, unterwegs kartieren und einige TV-Greiferversuche starten. Morgen, morgens.
Glücklicherweise meldet der Wetterdienst zunehmend besseres Wetter ab Donnerstag, so dass wir hoffentlich mehrere Tauchfahrten mit dem Roboter starten können. Daumen drücken!
Immerhin, der Sonnenuntergang ist schön. Futuna ist auch schön, so nahe der Sonne.
😉

15.7.2013 Samples, samples, samples …

Successful dive on a profile close to Futuna sampling over 2000 meter of stratigraphy. Finally we were only 1.85 kilometres distant from Futuna at about 1000 m water depth! What a steep wall! Now we are successfully grabbing more rocks from the western Futuna trough.

14.7.2013 Somewhere under the rainbow

Very successful diving today, sampling almost 1 kilometre of arc crust! Closeby: Futuna, some 1500 inhabitants live on this quite small and steep island!

13.7.2013 Neue Position

12.7.2013 Aktive schwarze Raucher entdeckt

Die Wissenschaftler konnten eine kleine Pause des schlechten Wetters für Tauchfahrten und Probennahme nutzen. Es wurden aktive Black Smokers gefunden, was die gesamte Besatzung in freudige Aufregung versetzte. Als echter Erfolg ist anzusehen, dass sowohl von den hydrothermalen Gesteinen als auch direkt von den Fluiden Proben gewonnen werden konnten. Die Bilder unten zeigen, wie der Kastengreifer an Bord kommt und wie die Geologen Proben nehmen. Fun im Schlamm …

12.7.2013, Neue Location

Update

Dank der hervorragenden Techniker an Bord wurde der TV-Greifer repariert und es konnten 3 erfolgreiche Probennahmen durchgeführt werden. An Bord kamen Vulkanoklastika und diverse hydrothermale Sedimente. Jetzt aber ab nach Süden!

11.7.2013 Zahnloser Greifer

Erneut ist eine Planänderung notwendig. Der TV-Kastengreifer, mit dem kontrolliert Proben vom Merresboden genommen werden können, schließt nicht mehr richtig und das Wetter verschlechtert sich zunehmend. Wir starten einen neuen Versuch und dann geht’s ab nach Süden. Letzte Nacht wurde die Epi Caldera mit einer Geschwindigkeit von 5 Knoten kartiert. Nun haben wir die detailgenaueste Karte, die es für diese Gegend gibt. Hoffentlich wird das Wetter nach Süden hin besser. Sonst ist an einen Einsatz des ROV nicht zu denken.

10.7.2013 Smoke under water ..

ChB meldet:
Evidence for hydrothermal activity at Epi caldera. Shimmering water, bacterial mats and we are in search of more chimneys!

9.7.2013 Sonne geht unter …

… aber nur auf dem Foto von Philip Brandl. Weitere Fotos von Chr. Beier zeigen den Blick auf Epi Island (ca. 3 km vom Schiff). Währenddessen wird weiter beprobt. Chr. Beier ist stolz auf die mächtige Probe, die er mit dem TV-Greifer erbeuten konnte. Beinähe wäre sie nicht an Bord gekommen, da der Ausleger Schwierigkeiten machte. Apropos Schwierigkeiten: 4 Mann waren eine Stunde beschäftigt, das Probenmonster in handhabbare Stücke zu zerkleinern. Workout at 16°41.782S und 168°23.356E. Für heute sind ROV-Tauchgänge und chemische Sondierung des Meerwassers geplant. Zur Nachtschicht dann wieder TV- und Kastengreifer.

9.7.2013 Wochenbericht des Fahrtleiters

SO229 Wochenbericht 1

Am Montagabend, dem 1.7. verließ FS Sonne den Hafen von Townsville in Australien und dampfte durch das Barriere Riff. Fünf Tage Überfahrt bei ruhiger See durch das Korallenmeer führten an der Nordspitze Neukaledoniens vorbei. Am 7.7. erreichte das Schiff das Arbeitsgebiet in Vanuatu und die Probenahme begann mit zwei Fernsehgreifern auf einem kleinen Vulkan im Inselbogen zwischen den Inseln Efate und Erromango. Dieser Vulkan ist offenbar nicht aktiv und es wurden Karbonate sowie ältere Laven und hydrothermal überprägte Karbonate mit massiven Mangankrusten geborgen. Danach erfolgten Kartierungen und eine CTD-Station sowie die Kalibration der Posidonia-Antenne für die ROV-Positionierung. Starker Wind führte dann zu einer Änderung des Plans und die Arbeiten wurden am 8.7. morgens mit einem ROV Tauchgang in der Caldera des Epi Vulkans zwischen den Inseln Epi und Lopevi fortgesetzt. Der erste Tauchgang des ROVs Kiel6000 führte durch die Caldera und zeigte Felder mit Bims, viel vulkanoklastisches Sediment und auch ein Feld mit inaktiven Schloten aus Eisenoxiden. Kurz vor dem Abschluss des Tauchgangs durchquerte das ROV noch einen Bereich mit sehr trübem Wasser. Ein am ROV angebrachter MAPR zeigte eine deutliche Eh-Anomalie und belegte einen hydrothermalen Ursprung der Trübung. Die hydrothermale Quelle soll morgen gesucht werden. Der Tauchgang erbrachte eine Menge Gesteinsproben sowie einige Stücke der inaktiven Schlote. Weitere vulkanische und sedimentäre Gesteinsproben wurden im Verlauf der Nacht mit dem TV Greifer genommen.  Messungen in der Wassersäule in einem Gebiet, das 2001 Methananomalien zeigte, ergaben keinen Hinweis auf hydrothermale Aktivität. Alle an Bord sind wohlauf und freuen sich auf die bevorstehenden weiteren Beprobungen und Explorationsarbeiten.

8.7.2013 Aktives Hydrothermal Feld entdeckt!

Erster erfolgreicher Einsatz des Tauchroboters in der Epi Caldera. Es wurden einige inaktives hydrothermale Schlote beprobt und aufsteigende, heisse Lösungen entdeckt, die morgen weiter verfolgt werden. Weitere erfolgreiche Kastengreifereinsätze lieferten vielversprechendes Probenmaterial. Fotos folgen.

8.7.2013 Erste Proben sind an Bord

Hier befindet sich die Sonne zur Zeit. Mit dem TV-Kastengreifer wurden erste Proben erfolgreich an Bord gebracht. Das ROV (Tauchroboter) startet seinen ersten Einsatz.

7.7.2013 Vanuatu!

Das Arbeitsgebiet ist erreicht und die wissenschaftlichen Untersuchungen beginnen!
Oben links ist die Kabeltrommel mit dem 6000m langen Steuerkabel für den Tauchroboter (ROV) Kiel 6000 zu sehen.
Unten: Steuereinheit des ROV im Kontrollkontainer. Rechts: der Tauchroboter mit Sonden, Manipulatoren und Ablagebehältern.

29. – 2.07.2013 Letzte Tests und Start!

Der Tauchroboter (ROV) schwebt ein. Letzte Tests im Hafenbecken und dann, endlich, nächtliches Auslaufen!

28.06.2013 Boarding startet

Sonne hat inzwischen festgemacht. Wissenschaftler und das wissenschaftliche Equipment kommen an Bord. Es handelt sich um das rot-weiße Schiff, horizontale Bildmitte, rechtes Drittel.

22.06.2013 Warten auf Sonne

Es gibt eine kleine Verzögerung zum Start. Die “Kabeltrommel” mit 6000m Glasfasersteuerkabel für den Tauchroboter wiegt 30 Tonnen und der entsprechende Kran in Townsville ist durch einen Zuckerlaster blockiert. Sonne wartet inzwischen vor dem Hafen.

Expedition SO-229 VANUATU (26.06.-26.07.2013)

  • ca. 1,1 Mio. € Fördermittel, bereitgestellt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • 32 Tage auf See mit dem deutschen Forschungsschiff SONNE von Townsville (AUS) zum Arbeitsgebiet östlich von Vanuatu (Coriolis Troughs) und zurück nach Nouméa (F)
  • Eingesetzte Geräte: Tiefseeroboter Kiel 6000, TV-Greifer, Vulkanitstoßrohr, CTD, MAPR
  • Kooperationen: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR, Dr. U. Schwarz-Schampera), Jacobs Universität Bremen (Prof. Dr. A. Koschinsky), Christian-Albrechts-Universität Kiel (Dr. C.-D. Garbe-Schönberg), Universität Ottawa (Prof. Dr. M. Hannington), Nautilus Minerals (Australien)

Start: Townsville, Australien